Alle Engagements
- Titel:
- Sich engagieren – auf andere Art
- Wer:
- Thérèse Rasmussen
- Beschrieb:
- Thérèse Rasmussen gehört zu den treuen ehrenamtlichen Helfern von MSF. Mit ihrer Freundlichkeit, ihrem Sachverstand und ihrer Kenntnis der Organisation ist sie für die Abteilung Fundraising unentbehrlich.
Warum entschlossen Sie sich dazu, für MSF ehrenamtlich tätig zu werden?
Dass ich bei MSF anfing, war Zufall. Dass ich blieb, nicht! Als Inhaberin einer Lizenz in Wirtschaftswissenschaften suchte ich eine motivierende Arbeit, die meinen Fähigkeiten entsprach. Das Zentrum für Freiwilligenarbeit in Genf schlug mir MSF vor. Das war 1994 – der Anfang einer schönen Geschichte…
14 Jahre Freiwilligenarbeit! Immer im Fundraising?
Abgesehen von einigen Unterbrechungen, ja. 1994 arbeiteten bei MSF Schweiz nur etwa 20 Personen. Alle kannten sich und die Stimmung war sehr familiär und entspannt. Als ich beim Fundraising anfing, verfügten wir noch nicht über die personellen und technischen Mittel, die wir heute haben. Als ehrenamtliche Mitarbeiterin half ich bei vielen Aufgaben der Abteilung mit: Ich beantwortete telefonische Anfragen von Spendern, schrieb Dankesbriefe und packte sogar die Spendenaufrufe in die Umschläge! Heute ist die Abteilung viel grösser, aber die Motivation und das Engagement der Mitarbeiter sind erhalten geblieben!
Welche Tätigkeit üben Sie heute aus?
Vor bald vier Jahren hat man mir angeboten, den Bereich Legate zu übernehmen. Immer wieder bin ich von den Testamenten tief berührt. Sie zeugen von der Treue unserer Spender. Ich bearbeite die Legate von der Eröffnung bis zum Abschluss eines Dossiers. Dabei bin ich in regelmässigem Kontakt mit Spendern und Notaren. Meine Aufgaben sind interessant und vielseitig. Ausserdem ist es eine sehr menschliche Arbeit. Es geht schliesslich um ein äusserst heikles Thema. Es braucht viel Feingefühl, um Fragen im Zusammenhang mit dem Tod und dem persönlichen Schicksal eines Menschen anzusprechen. MSF in einem Legat zu bedenken, ist eine sehr grosszügige Geste. Bedeutet sie doch, dass man unseren Patienten Leben vermacht!

